Silvesterlauf e.V.

Hospizlauf 2018 – wenn Laufen zur Nebensache wird

Im Vorfeld zur 15. Auflage des Hospizlaufes stand natürlich schon fest, dass der Lotto-Silvesterlauftreff wieder eine Staffel stellt, die die Strecke komplett absolviert.
Ein Lauf, beim dem nicht siegen im Vordergrund steht, sondern für die gute Sache ein Zeichen zu setzen und Spenden für das Hospizhaus in Trier zu sammeln.

Bei sommerlichen Temperaturen ging es los. Der Startschuss fiel um 12:00 Uhr in Koblenz am Deutschen Eck. Gestartet wurde mit fünf Silvester-läuferinnen und -läufern. Laufend, radelnd oder mit dem Mannschaftsbus ging es zum ersten Zwischenstopp.

Wenn es dieses Jahr auch nicht so heiß wie im Vorjahr war, so waren wir doch sehr dankbar über die vielen Versorgungsstationen, die auf den Strecken kurzfristig aufgebaut wurden, um die Hospizläufer mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Manchmal half natürlich auch einfach einmal eine kalte Dusche, um bei Laune zu bleiben.

Während Andrea nahezu mit ihrem Fahrrad verwachsen war, wechselten die anderen Teilnehmer vom Laufmodus in den Fahrradmodus und zurück. Schlussendlich hat Andrea nahezu die komplette Strecke mit dem Fahrrad absolviert. Zwei Etappen – darunter die schwarze 13 – die längste Nachtetappe brachte sie laufend hinter sich. Respekt!

Neben Salzstangen, frischem Obst und diversen Leckereien, die an den kurzen Zwischenstopps verzehrt werden konnten, freuten sich natürlich alle auf eine längere Pause in Poltersdorf. Nudelsalat, ein Stück Fleisch, um gestärkt den Lauf durch die Nacht aufnehmen zu können.

Gegen 22:40h erreichte die Gruppe das Cafe Bauer in Zell. Frischer Kaffee, leckere Snacks – da lacht das Läuferherz. Es geht weiter nach Reil, Traben-Trabach, Kindel, Bernkastel, Wintrich. Stunde um Stunde vergingen. Knapp 150 km liegen hinter uns. Es ist 05:17 Uhr. Die Nacht neigt sich dem Ende zu. Die Sonne geht auf. Nur noch ca. 7 Stunden bis zum Ziel. Wir sind müde – aber wir packen das!

Hospizläufer, die das Wort Streusel-kuchen hören, wissen – wir reden über eine Hospizlauf-Tradition in Piesport. Die Meister des Streuselkuchens warten vor ihrer Bäckerei, um ihren verdienten Applaus für ihre gute Tat zu ernten. Ein schöner Moment – ein wenig Gänsehaut.

Es geht weiter nach Neumagen, über Leiwen nach Detzem zur Staustufe.

Nun ist es nicht mehr lange bis zum Zieleinlauf beim Hospizhaus in Trier. Rund 21 Stunden sind die Starter von Koblenz nun unterwegs. Trotzdem scheinen alle recht fit zu sein. Die letzten Etappen können kommen. Auf geht es nach Mehring, Schweich, Ruwer. Die letzte Etappe steht bevor. Alle sammeln nochmal ihre Kräfte, um auf dem letzten Streckenabschnitt dabei zu sein.

Die letzte Etappe

Im Hospizlauf-Tempo von 6 Minuten und 30 Sekunden pro Kilometer fährt ein Führungsfahrzeug der Polizei vor der nun großen Anzahl von Hospizläufern voraus. Viele sind nun schon über 23 Stunden auf den Beinen – oder im Sattel. Nur noch knapp eine Stunde bis zum Ziel – da gibt nun keiner mehr auf.

Schirmherrin und Bundesministerin Katarina Barley steigt ab dem Verteilerkreis in die Läufergruppe ein und begleitet diese bis ins Ziel.

Es wurde nochmal heiß auf der letzten Etappe. Die Sonne gab alles. Pünktlich um 12:00 Uhr laufen die Hospizläufer beim Hospizhaus ein. Es ist geschafft. Jetzt darf gefeiert werden, und jeder Teilnehmer hat sich das kühle, frische Bier redlich verdient.

Fast schon ein kleiner Superman – unser Winfried!

Natürlich geht es beim Hospizlauf darum, Spenden einzusammeln für das Hospizhaus Trier.

Und Winfried konnte neben der sportlichen Leistung, wieder die komplette Strecke radelnd oder laufend absolviert zu haben, einen ordentlichen Scheck überreichen.

Dank seiner 33 Sponsoren, die er für die Spendenaktion gewinnen konnte, freute sich das Hospizhaus über seinen Spendenscheck über 4444 Euro. Wir sind froh, dass wir einen solchen tollen Sportsmann bei seiner Spendenaktion unterstützen konnten. Glückwunsch!

 

Fazit: Insgesamt haben die Silvesterläufer knapp 700 km laufend und radelnd hinter sich gebracht. Eine tolle Leistung. Und auch nächstes Jahr braucht das Hospizhaus unsere Unterstützung. Gerne sind wir wieder dabei!

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