Silvesterlauf e.V.
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„Flo“ fliegt Pol davon

12. SWT-FlutlichtmeetingEs war einer jener herrlichen Abende, die man sich für einen Läuferabend nur wünschen kann: Perfekte Temperaturen, kein Wind, dazu die einzigartige Flutlichtatmosphäre – zudem noch eine tolle Zuschauerkulisse. Das waren am Freitag Abend die äußeren Kennzeichen des 12. SWT-Flutlichtmeetings in Trier.

Als der Trierer Florian Neuschwander und Pol Mellina aus Luxemburg im 10.000-m-Rennen auf der Jagd um eine Topzeit im 30-Minuten-Bereich waren, forcierten die etwa 300 Zuschauer auf der Haupttribüne des Moselstadions mit jeder weiteren der insgesamt 25 Runden die Stimmung. Am Ende klatschten, schrieen und trommelten sie mit ihren Fäusten auf die Banden. Die Stimmung näherte sich dem Silvesterlauf-Feeling.

„Ich liebe dieses Sportfest. Man bekommt wirklich eine Gänsehaut“, sagte Florian Neuschwander vom Trierer Stadtlauf-Verein nach seinem Heimsieg. Zum zweiten Mal in Folge gewann er das Meeting – und zum zweiten Mal zeigte die Uhr im Ziel 30 Minuten und elf Sekunden.

12. SWT-FlutlichtmeetingDer große Unterschied: 2012 rannte er die Zeit im Alleingang, diesmal waren die 30:11,58 Minuten das Resultat eines tollen Zweikampf mit dem Luxemburger Mellina. Bis zur Hälfte des Rennens wechselten sich die beiden Protagonisten wie geplant jede zweite Runde in der Führungsarbeit ab. Dann nahm das Rennen einen kuriosen Verlauf. Zunächst schienen bei „Flo“ die Kräfte zu schwinden. Doch die zwischenzeitlich 15 Meter Rückstand wollte der Trierer bei Kilometer sechs mit einem beherzten Zwischenspurt wieder auf. Wechselweise schien nun der Luxemburger, und dann doch wieder der Trierer geschlagen. Dieses Schauspiel wiederholte sich noch zwei- oder dreimal, die Zuschauer aber provozierten jeweils wieder den Anschluss. „Das hat unheimlich gepusht“, erklärte Neuschwander sein Stehvermögen: „Mir ist mir sicherlich auch das Training auf den Ultradistanzen zugute gekommen.“ Der Trierer ist in diesem Jahr Vizeweltmeister im Ultratrail-Langstreckenlauf über eine Distanz von 77 Kilometern geworden. Zudem hat er seine Marathon Bestmarke auf die Bezirksdirektor Zeit von 2:20 Stunden verbessert.

„Danke an Flo. Wir haben toll zusammengearbeitet“, meinte Pol Mellina. Der 25-Jährige von Celtic Diekirch, in diesem Jahr über 5000 Meter auf 14:10 Minuten verbessert, lief in 30:15,24 Minuten persönliche Bestzeit. „Ich hatte auf eine Zeit unter 30 Minuten gehofft. Aber unter dem Strich darf ich zufrieden sein“, sagte er.

12. SWT-Flutlichtmeeting

Allesamt über neue Hausrekorde freuten sich die drei schnellsten Frauen. „Ich war jetzt hier zum dritten Mal im Moselstadion, und wieder einmal hat alles gepasst“, sagte die in 35:30,66 Minuten siegreiche Christina Walloch vom TV Waldstraße Wiesbaden. Ähnlich wie bei den Männern bildeten auch zwei Läuferinnen ein Erfolgstandem: Kerstin Stephan als Zweite in 36:39,59 Minuten und Nicole Arent in 36:51,56 Minuten als Dritte liefen ebenfalls persönliche Bestzeiten.

Der frühere deutsche Marathon-Meister Uwe Hartmann, im Alter von 54 Jahren über 5000 m immerhin noch mit 16:43,17 Minuten notiert, lobte den veranstaltenden Silvesterlauf-Verein: „Kompliment. Ein solches Läufer-Meeting stellt in Deutschland kaum noch ein Club auf die Beine.“

Das galt auch für die Nachwuchswettbewerbe. Die 800 m Läufe der jüngsten Klassen beispielsweise mussten wegen des starken Andrangs allesamt in zwei Rennen aufgeteilt werden. Dazu trug nicht zuletzt die wachsende Beteiligung der Trierer Schulen bei. Die meisten Teilnehmer hatte das Angela Merici- Gymnasium entsandt. Stark vertreten waren auch die Grundschulen Ausonius und Ambrosius. „Hinzu kommt der positive Effekt des SWT Kids Cups“, sagte Meeting-Chef Christoph Güntzer, der dir Rekordzahl von 298 Meldungen nennen durfte.

Damit steigt gleichzeitig die Vorfreude. „Jetzt gilt unsere ganze Konzentration der Vorbereitung des Silvesterlaufs“, erklärte Güntzer mit Blick auf die 24. Auflage des Straßenlauf-Spektakels in der Trierer Innenstadt am 31. Dezember 2013.

Alle Ergebnisse des 12. SWT-Flutlichtmeetings hier.