Silvesterlauf e.V.
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Ohne „Mocki“ – aber mit „doppelten Lottchen“

Die doppelten Lottchen ...

Die Sujew-Zwillinge, eingerahmt von den Hahner-Twins, vor dem Start zum Silvesterlauf 2011.

Mit ihrer Entscheidung für den New-York-Marathon hatte es sich bereits angedeutet, jetzt ist es offiziell: Der 23. Bitburger-Silvesterlauf in Trier findet ohne die dreimalige Siegerin Sabrina Mockenhaupt statt. „So schwer mir der Verzicht auch fällt: Ein Rennen auf internationalem Niveau über die 5-km-Distanz macht sieben Wochen nach einem Marathon einfach keinen Sinn“, erklärte „Mocki“ ihre Absage an die Organisatoren des „deutschen Sao Paulo“ für die 2012er Auflage. Der Trierer Silvesterlauf-Verein zeigt Verständnis. „So gerne wir ,Mocki‘ zum insgesamt neunten Mal am Start gesehen hätten – unter sportlichen Gesichtspunkten kann sie nicht anders entscheiden“, kommentierte der Silvesterlauf-Vereinsvorsitzende Berthold Mertes die Pläne der Siegerländerin, die 2005, 2007 und 2010 in Trier gewann.

Angesichts der rasanten Aufwärtsentwicklung im deutschen Mittelstreckenlauf der Frauen wird dies der Spannung im Sparkassen-Elitelauf der Frauen am 31. Dezember keinen Abbruch tun. Olympiateilnehmerin Corinna Harrer zauberte schon 2011 als Zweitplatzierte hinter der Äthiopierin Almensh Belete ein Wahnsinnsrennen auf das Trierer Pflaster – ihre Zusage scheint Formsache. Bereits fest gebucht sind zehn Wochen vor dem „deutschen Sao Paulo“ die „doppelten doppelten Lottchen“: Sowohl die Mittelstrecken-Zwillinge Sujew als auch die Hahner-Twins stehen an Silvester auf dem Hauptmarkt am Start und wollen es auch bei der Läufer-Silvesterfete im Hotel Mercure Porta Nigra so richtig krachen lassen.

Diana Sujew gelang in diesem Jahr mit dem sechsten EM-Platz der Vorstoß in die europäische Spitze im 1.500-m-Lauf, ihre Schwester Elina verpasste die Qualifikation nur knapp. Anna Hahner glänzte bei ihrem Marathondebüt in Düsseldorf (2:30:12 Stunden) und bestätigte diese Leistung Ende September in Berlin. Ihre Schwester Lisa überzeugte mit 15:49,83 Minuten über 5.000 m.

Die internationale Komponente soll nicht fehlen. „Das Feld wird bunt gemischt sein“, kündigt der für die Athletenverpflichtungen verantwortliche Silvesterlauf-Vorstand Christoph Güntzer an: „Selbstverständlich würde es uns aber freuen, wenn die neue geballte deutsche Läuferinnen-Macht den Afrikanerinnen mal wieder den Sieg wegschnappt.“ Insgesamt gab es in 22 Silvesterlauf-Jahren 7 deutsche Erfolge im Sparkassen-Elitelauf. Demgegenüber stehen 12 Afrika-Triumphe (8x Kenia, 4x Äthiopien) sowie 3 für andere europäische Nationen (Weißrussland, Rumänien und Russland).