Silvesterlauf e.V.
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SWT-Flutlichtmeeting: Zwei Männer, ein Plan und Spaß für alle!

Insgesamt 247 gemeldete Läufer starteten bei der diesjährigen Auflage des SWT-Flutlichtmeetings im Trierer Moselstadion. Mit dabei, viele Bekannte des „deutschen Sao Paulo“ auf der Tartanbahn aber auch abseits der Wettbewerbe als helfende Hände auf das ganze Stadionareal verteilt.

Mittendrin unter den knapp 250 Aktiven: Florian Neuschwander und Marc Kowalinski. Ihre Mission: Die vor zwei Jahren aufgestellte Bestzeit des Kenianers Jonathan Koilegei über 10 000 Meter (29:53,38) zu schlagen. Ihr Plan: Neuschwander wechselt sich die ersten fünf Kilometer mit Kowalinski beim Tempomachen ab und schlägt sich von da an allein durch. Unter perfekten klimatischen Bedingungen gingen die beiden am Freitagabend an den Start, doch dann kam alles anders. Marc Kowalinski wird nach drei gelaufenen Kilometern von heftigem Seitenstechen lahmgelegt und muss verfrüht aus dem Wettkampf aussteigen. Bei Neuschwander läuft mehr oder weniger alles problemlos – auch wenn ihm sein Rücken zu schaffen macht – er erhält immer wieder mentale Unterstützung von der Stimme des Bitburger-Silvesterlaufs, Berthold Mertes, der nicht müde wird über die Lautsprecheranlage zu erklären: „Bei diesen Bedingungen hier, brauchst du keinen Tempomacher!“ Am Ende erreichte der Berlin-Marathon-Teilnehmer eine Zeit von 30:11,35, mit Begleitung wäre für ihn an diesem Abend vielleicht der SWT-Flutlichmeeting-Rekord drin gewesen. So wird für Florian Neuschwander aus der Mission 2012 vielleicht die Vision 2013?

Auf den zweiten Rang lief Alexander Bock mit 32:37,04 Minuten. Schnellste Frau – wie Neuschwander Rheinlandmeisterin – wurde mit einer Zeit von 39:39,87 Judith Olinger. Bestzeit über 5000 Meter lief die 18-Jährige PST-Vereinskameradin Chiara Bermes in 18:38,34 Minuten.

Nach drei Stürzen hatte Annika Pfeiffer die Nase voll: Dann müssen die restlichen Runden halt auf Socken zurückgelegt werden! Ob es Luftlöcher in der Kunststoffbahn waren oder eine andere Ursache für die Komplikationen an immer gleicher Stelle verantwortlich waren, Pfeiffer war es egal. Als Neuntplatzierte, 10 000-Meter-Debütantin und W30-Rheinlandmeisterin lief sie die Strecke in einer Zeit von 44:28,22 Minuten, „es war einfach nur schön, ich hätte mich vielleicht schon früher auf diese Distanz trauen sollen!“

Madlen Jendryssik setzte in den gut besetzten Nachwuchsläufen zum Sprung an die Spitze der Rheinland-Jahresbestenliste ihres Jahrgangs an und meisterte diesen mit Bravour. Über die 2000 Meter lieferte die 12-Jährige vom SV Vulkan Manderscheid eine Zeit von 7:38,54 ab. Bei der männlichen Jugend füllte Yannick Pütz nicht nur die Rolle des Gesamtsiegers über fünf Stadionrunden,  der 15-Jährige vom TuS Kaisersesch übernahm in 6:20,01 Minuten auch die Führung in der M15-Rheinland-Rangliste.

David Thömmes vom TV Hermeskeil 1911 sicherte sich über 1000 Meter (MK U10) mit 03:44,96 den Sieg, über 800 Meter (WK U10) lief Antonia Dietsch vom PST mit 03:01,33 als erste über die Ziellinie. Eva-Lotte Müller (TSV Bullay-Alf) konnte sich in der WK12-Klasse über 800 Meter mit einer Zeit von 02:46,83 über den Sieg freuen.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle natürlich auch allen Sponsoren, Unterstützern und all jenen, die zum Erfolg der 11. Auflage des SWT-Flutlichtmeetings beigetragen haben. Allen voran Johann Mayer, Marketingleiter der SWT, der bei diversen Siegerehrungen vielen Läufern den Sieg noch ein wenig versüßen konnte. Dieter Korfmann von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (Landesverband RlP), dem diesjährigen Spendenprojekt des Silvesterlauf Trier e.V. und Klaus-Dieter Welker, Vizepräsident Sport des LV Rheinland, der die Siegerehrung bei den Rheinlandmeisterschaften übernahm.

Außerdem gilt Hermann Barten mit seinem Kampfrichterteam ein großes Dankeschön und Anerkennung für den reibungslosen Verlauf. Genauso wie dem Zeitmessteam um Günter und Jan Heidle sowie Harald Becker, die ebenso mit ihrer großartigen Arbeit zum Erfolg des SWT-Flutlichtmeetings beigetragen haben. Zudem gebühren auch Volkhart Rosch als Startodner sowie Caroline de Corbier als Startsignalgeberin ein großer Dank. Sebastian Tracht, der das Meldesystem betreute und dem Namen „Herr der Listen“ alle Ehre machte, sei ebenfalls an dieser Stelle ein exorbitant großes Dankeschön ausgesprochen.

Die Jungs von der Startnummernausgabe waren in diesem Jahr Norbert Ruschel und Werner Gebhard. Auch euch gilt ein besonderes Dankeschön für die souveräne Leistung und den phänomenalen Überblick über die Lage. Platzwart Sascha Quint musste sich bis nach 23 Uhr gedulden, bis die letzten AK-Läufer ihre Urkunde erhalten hatten. Erst danach konnte Sascha das Stadion abschließen und zum Feierabend aufbrechen. Vielen, lieben Dank für dein Verständnis und deine Unterstützung!

Last but not least: Christoph Güntzer, der „neue“ hauptverantwortliche Organisator des SWT-Flutlichtmeetings. Vielen Dank Christoph für die Tage und Stunden, die du in die Organisation und Planung dieses Event gesteckt hast – es war ein großer Erfolg! Für seine Arbeit der vergangenen Jahre (nicht nur, aber auch gerade) bezüglich der Meetings unter Flutlicht im Moselstadion sei an dieser Stelle Holger Teusch gedankt!

Allen, die jetzt an dieser Stellen nicht explizit namentlich erwähnt wurden und die auch ihren Beitrag zum Gelingen des SWT-Flutlichtmeetings leisten, wie beispielsweise die Rettungssanitäter, gebührt der Dank aller Teilnehmenden und Organisierenden. Ohne euch wäre solche eine Veranstaltung nicht möglich – vielen, herzlichen Dank!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen zum SWT-Flutlichtmeeting 2013 und davor natürlich zum „deutschen Sao Paulo“ am 31. Dezember auf dem Hauptmarkt der ältesten Stadt Deutschlands!

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