Silvesterlauf e.V.
Zurück

Rainer Schröder ist tot. Der Silvesterlauf Trier e.V. trauert mit seinen Freunden und seiner Familie.

Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft. Der große Emil Zatopek hat das gesagt, Rainer zitierte ihn wenige Tage nach dem 21. April 1991 und hielt mir voller Stolz eine Autogrammkarte des legendären Langstreckenläufers unter die Nase. Rainer war gerade vom Hannover-Marathon zurückgekehrt, wo sein Idol ihn persönlich geehrt hatte. Für Rainers Marathon-Bestzeit von 2:27:23 Stunden – im Alter von 47 Jahren, fast unglaublich für einen Spätberufenen in Sachen Langstreckenlauf. Es war die persönliche Sternstunde des ehemaligen Fußballers. Wer ihm in die Augen blickte, wenn er davon erzählte, der spürte die unglaubliche Energie und Lebensfreude, die in dem waschechten Trierer steckte. Für seinen Sport und sich selbst wandelte er sich in einen Asketen – hart gegen sich selbst, für die anderen, meist jüngeren Konkurrenten ein echter Lauffreund: Bescheiden, positiv, jederzeit hilfsbereit. Er liebte Wettkämpfe, später sah man ihn häufiger alleine, laufend unterwegs im Trierer Wald. Frohgemut. Rainer, du fehlst uns.

Berthold Mertes für den Silvesterlauf Trier e.V.

Anmerkung: Rainer Schröder gewann im Mai 1991 den nur einmal ausgetragenen Moseluferlauf über 15 Kilometer von Wasserbilligerbrück ins Moselstadion, den die Veranstalter des Silvesterlaufs unter dem Dach ihres damaligen Vereins Eintracht Trier kurz nach der Silvesterlauf-Premiere ausrichteten.